70 Anwohner:innen machen klar: Das Problem ist die LEG, nicht Berg Fidel Solidarisch!

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„Es ist die LEG, die für katastrophale Miet- und Wohnbedingungen in Berg Fidel verantwortlich ist – sie interessieren sich nur für ihr Image und den Gewinn ihrer Aktionäre, nicht für ihre Mieter:innen.“, das machten knapp 70 Mieter:innen, Anwohner:innen und Mitglieder von Berg Fidel Solidarisch am letzten Samstag (17.01.2026) auf einer offenen Versammlung der Stadtteilgewerkschaft Berg Fidel Solidarisch deutlich. Viele Teilnehmer:innen schilderten durch persönliche Geschichten die zahlreichen Probleme mit der LEG: lange ausstehende Reparaturen, Schimmel, schlechte Erreichbarkeit, nicht stattfindende Reinigungen der Häuser wie der öffentlichen Flächen, und die immer weiter steigenden Mieten und Nebenkosten. Während der LEG-Konzern weiter Milliardengewinne macht und seinen Aktionär:innen für die nächsten Jahre steigende Dividenden verspricht, lässt die LEG ihre Wohnungen und Grundstücke immer weiter verkommen.

Seit knapp 7 Jahren engagiert sich deshalb die Stadtteilgewerkschaft Berg Fidel Solidarisch u.a. für eine Verbesserung der Situation der Mieter:innen. Anlass der Versammlung war, dass die LEG nun ihre Räumlichkeiten gekündigt hat. In diesem Raum (vormals betrieben durch den Bürgerverein „Alte Post e.V.) findet unter anderem seit 2 Jahren eine kontinuierliche Mieter:innen-Beratung stattfindet – seit der Übernahme durch den „Nachbarschaftstreff Berg Fidel e.V.“ (Trägerverein der Stadtteilgewerkschaft) aber auch viele weitere soziale und politische Angebote für Anwohner:innen aus Berg Fidel, wie Solidarische Küchen, Offene Cafés und gemeinsame Feste. Berg Fidel Solidarisch machte deshalb auf der Versammlung deutlich, dass die Kündigung des Raumes ein Angriff auf die Rechte aller Mieter:innen ist und eine deutliche Verschlechterung der Lebenssituation vieler Menschen in Berg Fidel bedeuten würde. Die Forderung von Berg Fidel Solidarisch ist eindeutig: „Wir fordern die LEG auf, diese skandalöse Kündigung umgehend zurückzunehmen!“.

Die Teilnehmer:innen der Versammlung haben sich vor diesem Hintergrund darauf geeinigt, unter dem Motto „Berg Fidel bleibt solidarisch – Berg Fidel Solidarisch bleibt!“ gemeinsam aktiv zu werden. In den kommenden Tagen sollen Unterschriften gesammelt werden, um sich gemeinsam für den Erhalt des Raumes auszusprechen. Ende Januar soll dann ein klärendes Gespräch zwischen der LEG und dem Nachbarschaftstreff Berg Fidel e.V. stattfinden. „Viele Menschen stehen hinter Berg Fidel Solidarisch und haben hier Unterstützung erfahren, die sie vorher nicht hatten. Wir wollen zeigen, dass die Kündigung für viele von uns einen deutliche Verschlechterung unserer Wohnbedingungen bedeutet. Wenn die LEG etwas für die Mieter:innen hier tun will, dann ist die einzige Möglichkeit, die Kündigung zurückzunehmen!“, sagt Leonard Beving, selbst Mieter der LEG. Auch von der Politik erwartet die Stadtteilgewerkschaft eine aktivere Unterstützung – erste Gespräche dazu haben bereits stattgefunden.

Sollte das Gespräch mit der LEG nicht das erhoffte Ergebnis bringen, sind die Mieter:innen und Aktiven von Berg Fidel Solidarisch gewillt, ihrer Forderung durch weitere öffentliche Aktionen Ausdruck zu verleihen. „Wir geben nicht auf! Solange die Zustände hier so sind, lassen wir uns keinen Raum nehmen, der wenigstens ein bisschen Verbesserung für uns bringt“, sagt Marvin Feldmann, Mitglied der Stadttteilgewerkschaft.